| PIANC Kommissionen |  |

PIANC hat 8 Kommissionen, die für die Koordination der technischen Vereinsaktivitäten verantwortlich sind:
- Inland Navigation Commission (InCom)
- Maritime Navigation Commission (MarCom)
- Environmental Commission (EnviCom)
- Recreational Commission (RecCom)
- International Co-operation Commission (CoCom)
- Young Professionals Commission (YPCom)
- Finance Commission (FinCom)
- Promotion Commission (ProCom)
Die meisten Studien und Projekte sind kurz- bis mittelfristig und werden von Arbeitsgruppen aus den Mitgliedsländern zu ausgewählten Schwerpunktthemen durchgeführt. Die Ergebnisse werden in technischen "Reports" veröffentlicht.

| Kongresse, Seminare und Konferenzen |  |

Um die Ziele von PIANC optimal erreichen zu können, wird alle 4 Jahre in einem der Mitgliedstaaten ein internationaler Kongress abgehalten. Sowohl Mitglieder als auch Nicht-Mitglieder können daran teilnehmen.
Ziel ist es, wichtige Themen zu Wasserstrassen und Schifffahrt zu präsentieren und diskutieren.

| Österreichische Aktivitäten im Bereich Häfen |  |

Um Österreichs Häfen zu trimodalen (Wasser, Schien und Straße) Zentren ausbauen zu können, sind modernstes Know-how und entsprechende technische Anlagen erforderlich. PIANC Sektion Österreich versteht sich dabei als eine Plattform für umfassenden wechselseitigen Wissenstransfer und wird mit ihrem permanenten weltweit orientierten Wissens- und Erfahrungspotential auch als solche anerkannt, weil der zielgerichtete Einsatz dieses Know-hows zu einer Steigerung der Attraktivität des Güterverkehrs am Wasser beitragen soll.
Mit besonderem Interesse verfolgt PIANC aktuelle Vorhaben, die sowohl die Häfen aber auch den Ablauf der Schifffahrt betreffen. Dabei gilt als wichtigstes Projekt die Installation des River Information Services (RIS). Damit wurde es möglich sein, die Güter auf ihrem Fahrweg zu verfolgen, ihre Position jederzeit zu erkennen und auf neueste Dispositionsbedürfnisse zu reagieren. Für die Häfen würde die Möglichkeit der Vordisposition und der Reduktion der Formalitätsabläufe schnelleren Umschlag und eine Reduktion der Liegezeiten ermöglichen. Die daraus sich ergebenden kurzfristigen nautischen Informationen tragen dazu bei, die Zuverlässigkeit der Transports auf dem Wasserweg zu steigern.
Diese umfassenden Verbesserungen im Bereich der nautischen hafenspezifischen und umschlagsorganisatorischen Informationen ermöglichen eine rationellere Umschlagstätigkeit. Das wiederum führt zu einer Steigerung der Qualität und der Zuverlässigkeit des Gütertransportes am Wasser und die Wirtschaftlichkeit dieses Transportmediums kann erheblich gesteigert werden.

| Österreichische Aktivitäten im Bereich des Frachttransports |  |

Seit fast 200 Jahren wird die Donau als einzige durchgängig schiffbare Verbindung Österreichs mit dem Meer für den motorisierten Frachttransport über große Strecken genutzt.
In den letzten 10 Jahren steigerte sich das Transportaufkommen auf der österreichischen Donau um 70 %. Diese positive Entwicklung wurde wesentlich durch die Eröffnung des Main-Donau-Kanals im Jahre 1992 sowie die in jüngerer Zeit beginnende Stabilisierung der politischen Lage am Balkan begünstigt und ist ein wesentlicher Beitrag zur Entlastung der stark beanspruchten und in den östlichen Donauanrainerstaaten mitunter schlecht ausgebauten Straßenzüge im Donaukorridor. Das Anwachsen der Güterströme im Ostverkehr durch die Erweiterung der Europäischen Union muss zur Stärkung der Binnenschifffahrt im Donauraum genutzt werden. Eine Transparenz der Konkurrenzsituation zwischen den Verkehrsträgern kann zur Diversifizierung des Angebotes und damit zu einer Belebung des Marktes beitragen.
Die Donau verfügt nach wie vor über freie Kapazitäten und die Binnenschifffahrt als umweltfreundlicher Verkehrsträger ist ein ideales Innovationsfeld für die in Europa forcierten umweltfreundlichen Verkehrskonzepte.
Entscheidend für die zukünftige Entwicklung ist es, dass es der Binnenschifffahrt gelingt, sich in ein Gesamtverkehrskonzept zu integrieren. Verschiedene Fördermaßnahmen müssen entwickelt bzw. herangezogen werden, um die entsprechenden Infrastrukturen für den intermodalen Verkehr, vor allem Terminals und Zubringerstrecken bereitzustellen. Die Osterweiterung der Europäischen Union erfordert die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen und die Harmonisierung der Schifffahrtsregime, vor allem muss aber eine reibungslose elektronische Kommunikation nicht nur zwischen den Schiffen, sondern auch mit den Behörden, den Häfen und anderen beteiligten Unternehmen geschaffen werden. In diesem Bereich ist die PIANC besonders engagiert und leistet einen wesentlichen Beitrag zu einer Verbesserung der Situation in der Branche. 

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